The Goddamn Gallows – 7 Devils (2015)

Die Goddamn Gallows sind derzeit meine absolut liebste Gutterbilly-Band diesseits der Rocky Mountains (vielleicht auch jenseits – ich weiß nicht, wo die Buben gerade stecken).

Hillbilly meets Punkrock mit einer ungesunden Portion Creep und fertig ist der perfekte Biertrink-Sound.


Eine der Bands, die ich unbedingt Mal live sehen möchte. Also: Falls das hier ein engagierter Booker lesen sollte: Ab nach München mit denen! Bitte!

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Angrier Than You –  Record Release im Sunny Red (17.05.2017)

Seit langem mal wieder ein Punk/Hardcore-Konzert. Aber wennmin alter Freund David mit deiner Band ne Platte veröffentlicht, ist das natürlich Ehernsache, da aufzutauschen.

Als Opening Act sielen „Rötten Shock“ – Kolumbianische Punkrocker mit ordentlich Wums hinter den drei Akkorden.


ATY liefern ein astreines Hardcore-Brett ab, und wenn der Shouter soch mal ne Sekunde stillhalten könnte, häte ich auch ein Foto von ihm, das nicht verwackelt ist.

Für die dritte Band war ich dann zu platt.

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Willie Nelson – God’s Problem Child (2017)

„I woke up still not dead again today
The internet said I had passed away
But if I die and I wasn’t dead to stay
And I woke up still not dead again today“

still not dead

Neulich habe ich im Internet gelesen, dass in Versuchen mit Mäusen nachgewiesen wurde, dass bei älteren Exemplaren THC zu einer deutlichen Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten geführt hat.

Wenn man sich die neueste Platte des nunmehr 84jährigen Willie Nelson anhört, muß man anerkennen, dass exzessiver Konsum von Marihuana über lange Zeit hinweg weder das Leben verkürzt, noch langsam, dumm oder langweilig macht.

Mit „God’s Problem Child“ hat Willie ein echt rundes Ding abgeliefert. Er hat sich nicht neu erfunden, und führt alles auf, was typisch für ihn ist: klassischer Outlaw-Country, Balladen (Old Timer, True Love), und auch kitschiger Ami-Schlager ist dabei. 

Highlight ist der Titelsong, ein Blues, den er im Duett mit Leon Russel singt, sowie „It gets easier“, das wieder das Thema „Alter“ aufgreift.

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Amanda Palmer & Edward Ka-Spel – I Can Swing A Rainbow (2017)

Nicht wirklich neu im Plattenschrank, sondern lediglich im Download-Ordner, aber dennoch wert, kurz erwähnt zu werden.
Ich bin wirklich ein Fan von Amanda Palmer, allerdings nicht nur von ihrer Musik, sondern von ihr als Gesamtkunstwerk und wie sie sich inszeniert. Amanda Palmer hat es geschafft, indem sie offen und direkt mit den Menschen kommuniziert, eine künstlerische und wirtschaftliche Unabhängigkeit zu erreichen, die wirklich beeindruckend ist.
Rückgrat ist dabei mittlerweile Patreon. Die Idee hinter Patreon ist, dass Menschen, die Kunst oder andere Dinge erschaffen, sich von ihren Fans finanzieren lassen. Man kann als Patreon einem Künstler einen frei wählbaren Betrag entweder pro Monat oder aber auch pro „Thing“, also Song, Video, Buch, Bild, Konzertmitschnitt etc. zusagen und so dazu beitragen, dass dieser Künstler seine Kunst finanziert bekommt, ohne von Labels, Promotern oder Agenten abhängig zu sein.

Nachdem Amanda Plamer schon mal sehr erfolgreich ein Album über Crowdfunding finanziert bekommen hat und sich auch nicht scheut, Menschen um ihre Hilfe zu bitten (sie hat darüber einen schönen TED-Talk gemacht – s.u. – und ein ganzes Buch geschrieben), ist Patreon wie geschaffen für sie. Nicht zuletzt, weil sie das alles auch durch Twitter, Facebook und ihren Blog promoted.
Jedenfalls unterstützen über 9.000 Personen sie mit einer Summe von insgesamt gut 35.000$ pro „Thing“. Und damit lässt sich wohl ganz gut arbeiten.

Seit einiger Zeit bin auch ich Patreon von Fr. Palmer und unterstütze sie mit 3$ pro Veröffentlichung, und so bin ich dann auch an ihr neuestes Album gekommen.

geliehen von amandapalmer.net

Die Zusammenarbeit mit Edward Ka-Spel von den Legendary Pink Dots ist wirklich spannend. Das Album ist in keiner weise eingängig, hat wenig von der sonst so dominanten pathetischen, varietehaften Zirkus-Stimmung der anderen Amanda Plamer-Alben oder gar der dresden Dolls. Das Ganze ist sehr düsterer, elektronischer Indie-Pop. Melancholisch, ernst, streckenweise wunderschön, manchmal auch etwas langatmig. Nichts, was bei mir in die Heavy Rotation auf dem telefon kommt, aber durchaus etwas für einen ruhigen Abend.

Bald kommt sie nach München in die Muffathalle, da freue ich mich schon drauf.

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Rhiannon Giddens – Freedom Highway (2017)

Rhiannon Giddens kannte ich bislang vor allem als Teil und Gesicht der vorzüglichen Carolina Chocolate Drops. Vor wenigen Wochen hat sie nun ihr zweites Solo-Album veröffentlicht, das neulich in meinem Briefkasten lag.

Rhiannon Giddens weist Solo eine deutlich größere Bandbreite auf, als mit den Chocolate Drops. Das reicht von klassischen Oldtime-Minstrel-Banjo-Stücken bis hin zu Soul und HipHop – mir wird’s da streckenweise deutlich zu poppig,

Rhiannon Giddens - Freedom Highway

Anspieltips:

Ganz klassisch: Das Mississippi John Hurt-Cover „The Angels Laid Him Away“, virtuos: das Banjo-Instrumental „Following The North Star“. Schön traurig: „We Could Fly“

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Reverend Peyton’s Big Damn Band – Front Porch Sessions (2017)

Reverend Peyton’s neues Album ist One-Man-Band-Blues, wie ich ihn mag. Die zwei KollegINNen der Big Damn Band sind diesmal auf ein wenig Clapping&Shouting reduziert, und so bleibt viel Platz für die röhrende Stimme des Reverend und seine Slide-Gitarre.


Das ganze wabert dann irgendwo zwischen Delta-Blues, Südstaaten-Rock und Country und macht viel Spaß.

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Dave van Ronk – Inside Dave van Ronk (1962)

Ein klassicher Nachkauf, bzw. Vollständigkeits-Kauf.

Dave van Ronk war einer der wichtigeren Sänger der New Yorker Folk-Szene der Sechziger Jahre. Ich bin erst vor relatib kurzer Zeit auf van Ronk aufmerksam geworden. Ich mag seine kratzige, knarrende Stimme und die spärliche Gitarrenbegleitung. 

Die CD ist ein Re-Release von zwei Alben die van Ronk 1962 aufgenommen hat: „Folksinger“ und „Inside Dave van Ronk“. Auf „Folksinger“ finden sch klassiche Folksongs, Blues- und Country-Stücke. „Inside“ ist deutlcih von irisch-kelticher Musik geprägt und nicht ganz so eingängig, aber dennoch sehr stimmig. 

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The Grexits – The Grexits (2017)

Der neueste Wurf aus dem Hause gutfeeling.

Die Grexits habe ich mal bislang zweimal live gesehen: einmal im Rahmen eines Griechenland-Benefiz-Konzertes in der Milla und zum zweiten als Vorband von Blurt im Import/Export. Und beide Male haben sie mich nicht wirklich überzeugt.

Um so schöner ist es zu hören, wie die Band auf ihrer neuen, ersten Platte klingt. Eingängiger, treibender Surf-Punk mit deutlichen Rembetika-Anleihen, immer dann besonders stark, wenn man meint, eine Bouzuki zu hören.

Ernie von gutfeeling hat mir netterweise die mp3s vorab zukommen lassen, die Platte werde ich mir aber demnächst auch physisch ins Regal stellen.Am 25. März spielen sie wieder im Import/Export. Da wäre Gelegenheit.

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