Jimmie Rodgers – Blue Yodel No 1 (T For Texas)

 

Jimmie Rodgers (1897-1933) ist einer der großen Poeten der amerikanischen Volksmusik. Die Lieder des ehemaligen Eisenbahners handlen von Liebe, Heimweh, Armut, Krankheit und Tod –  und beschreiben so das kurze Leben Rodgers, der mit gerade einmal 35 Jahren an der Tuberkulose starb.

Faszinierend an Jimmie Rodgers Musik sind für mich neben den Texten die scheinbar einfachen Songstrukturen, die sich bei näherem hinhören als durchaus komplex erweisen –  so wechselt er häufig in den Breaks für ein bis zwei Takte zwischen Vers und Strophe vom geraden 2/4 oder 4/4 -Takt in 3/4 oder 6/8-Rhythmen. zudem hat er alseiner der ersten den Jodler in die Country-Musik eingeführt. Beide Merkmale lassen sich gut im „Blue Yodel No 1“ hören. Ein gejodelter Zwiefacher – kennt man sonst so vor allem aus der alpenländischen Volksmusik 😉

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Landler-Wiesn

Einmal im Jahr ist in München Ausnahmezustand. Und auch wenn man’s als „normaler“ Münchner zwischen den ganzen aufgebmaschelten Zugroasten in pseudo-bajuwarischer Tracht eigentlich nicht aushält, kann ich es mir als Familienmensch nicht leisten, den Kindern diese „Event“ vorzuenthalten.

Da heißt es dann, Augen zu und durch und das Beste draus machen.

Das im wahrsten Sinne Beste habe ich dann auch draus gemacht, nämlich Wiesn, wie sie sein sollte.

Samstag Mittags um 11:00 an den bereits wegen Überfüllung geschlossenen Zelten incl. Aussenanlagen vorbeigeschoben, pro Erwachsenem 3€ Schutzgeld entrichtet und ab auf die Oide Wiesn. Dort rein ins Herzkasperl-Zelt. Einen freien (!) Tisch in der ersten (!!!) Reihe geentert, und nach 5 Minuten Bier, Limo, Brezen und Hendl auf dem Tisch gehabt.

Und vorne auf der Bühne sitzen Senor G.Rag und seine Landlergschwister und machen den Vormittag perfekt. im Rahmen der wohl längsten Record Release Party ever haben die Gschwister dort diverse Auftritte absolviert, am Samstag und am Sonntag kann man die Herrschaften nochmal im Hezkasperl-Zelt und auf der Krinoline erleben.

Wer das nicht schafft, dem sei die neue CD „Honky Tonkin‘“ ans Herz gelegt, die ich dort gleich käuflich erwerben durfte. Besonders die extrem entspannte Version des Monaco Franze-Themes hat mir ausgesprochen gut gefallen. Und auch Hank Williams Sr. wird wieder ausgiebig gewürdigt:

Anschließend noch Riesenrad, Kettenkarussell und ein paar gebrannte Mandeln und um drei Uhr Nachmittags wieder daheim, bevor der Mob komplett durchdreht.

Wiesn kann also auch Spaß machen.
Fotos folgen, wenn ich meine Kamera mal wieder an den Computer anschließe…

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Evil Horde bei der Arbeit

Früher gab es in der Süddeutschen Zeitung im Bereich der „Münchener Kultur“ einen kleinen Bereich, der sich „Club-Szene München“ nannte. Hier wurden lokale Bands, Künstler, Veranstaltungen vorgestellt, die die redakteure für relevant, interessant oder kurios hielten.

irgendwann so um 1990 herum waren dann auch wir dran: Nach einer Vorbesprechung im Baader Café, bei der der Redakteur Kaffee trank und wir unser Bier selbst bezahlen mussten (woran David sich alles erinnern kann – unglaublich!), erschien dann folgender Artikel, den Frank jetzt wieder ausgegraben hat.

Welcher Song das mit dem Affen und King kong war, weiß ich aber nicht mehr.

Artikel Evil Horde SZ

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Medienwandel – getting mobile

gerade macht ja dieses beeindruckende Foto vom Petersplatz vom letzten Mittwoch im Vergleich zur Wahl Ratzingers auf Facebook und sonstwo die Runde, das zeigt, wie sich unser Leben in nur 8 Jahren gewandelt hat und wie alltäglich und omnipräsent mobile Endgeräte geworden sind:

2013_Papstwahl

Und da fiel mir doch dieses schöne Bild wieder ein, das das alles schon vor ein paar Jahren thematisiert hat:

Concert-Hands-Evolution-From-the-1960s-to-2010

Update: Das Foto oben ist „gefälscht“.

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