Donkeyhonk Company – Long Way Home (2102) und Honkrock (2016)

Mitbringsel vom schönen Leftlane Cruiser-Konzert in der Garage Deluxe.
Die Donkeyhonk-Company macht hübschen Honkeytonk-Bluegrass, und weil mir die Jungs live gut gefallen haben, gab’s für 15€ noch zwei CDs obendrauf.

Auf „Long Way Home“ ist die Company noch ohne Schlagzeug unterwegs, dafür hilft eine Mandoline aus und komplettiert 5-String Banjo/Gitarre und Kontrabass zur klassischen String-Band.

Auf der letztjährigen EP „Honkrock“ ist dann ein Schlagzeuger dabei, was den Sound etwas rockiger macht. Dafür ist ein Teil der Lieder auf Bayrisch.

The Dad Horse Experience – I am a stranger here below (2017)

Und nochmal Dad Horse Ottn. Aus dem KAP37 habe ich als physisches Andenken die neue CD mitgebracht.

Und das Ergebnis gefällt. nicht mehr ganz so experimentell wie der Vorgänger „Eating Meatballs…“ überrascht das Album doch mit umfangreicher Instrumentierung. Neben Tenorbanjo und Mandoline ist da bisweilen eine komplette Rockband zu hören. Das ist ungewohnt, weiß aber durchaus zu gefallen.

Ich persönlich mag Dad Horse Otten lieber pur. Wie etwa beim Jimmie Rodgers Jodelkracher „My rough and Rowdy ways“, oder meinem Favourite „Ich steig in die Bahn“.

Spread the sacred flu!

Iron&Wine – Beast Epic (2017)

Sean Bean trug schon einen Fusselbart, als die heutigen Hipster selbst noch keinen nennenswerten Bartwuchs vorzuweisen hatten. Und er machte damals schon wunderschöne Musik. Er ist sich treu geblieben. Auch auf dem neuesten Album von Iron and Wine trägt er noch einen Bart und macht wunderschöne Musik. Typische, ruhige Iron and Wine-Musik. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Im Februar kommt Iron and Wine nach München ins Muffatwerk.

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Micah P. Hinson presents the Holy Strangers (2017)

Heiliger Fremder, was ein Album! Das neueste Studioalbum von Micah P. Hinson ist wirklich bemerkenswert. Ein großer Teil der Tracks sind Instrumentalstücke, zerbrechlich, bedrohlich, traurig. Die Lieder, bei denen Micah mit seiner knarzigen Stimme singt, sind allesamt kleine Folk-Schmuckstücke. Fast alle sind irgendwie abgrundtief traurig, handeln von Verlust und kaputter Liebe.

Musikalisch sind viele Streicher zu hören, analoge Tape-Spielereien, reduziertes Schlagzeug. Dazu der zwischen brüchig und kraftvoll wechselnde Gesang.

Nicht wirklich repräsentativ, aber dennoch einer der besten Tracks: Lover’s Lane:

Ende Oktober spielt Mr. Hinson im El Lokal in Zürich.

Sarah Shook & The Devil – Seven (2012)

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einen wissen lassen, dass man das Richtige getan hat.

Da mir das letzte Album von Sarah Shook (Sidelong, aufgenommen mit ihrer derzeitigen Band „The Disarmers“) ausnehmend gut gefallen hat, wollte ich auch ihr Debut haben. Probegehört auf Spotify, für gut befunden und auf die Suche begeben.
Auf keinem der sonst so von mir genutzten Vertriebswege war die CD erhältlich. Also ab auf disarmers.com und dort in den Store-Bereich und voilá: verfügbar und ready to ship. Die Versandkosten von den USA nach DE übersteigen zwar fast den warenwert, aber egal.

Zehn Tage später war das Päckchen da. Die sieben Tracks auf der CD sind durchweg klasse – insgesamt alles etwas zahmer, romantischer, zurückhaltender als „Sidelong“ – vielleicht auch, weil „The Devil“ ohne einen Schlagzeuger auskommen und so relativ spärlich instrumentiert sind. Shooks Stimme wirkt somit etwas sanfter, was aber auch seinen Charme hat.

Zurück zu den kleinen Dingen: Wenn man bei Amazon bestellt, zahlt man zwar weniger Versandkosten, aber beim Künstler bleibt weniger hängen. Und auf der schon etwas zerfledderten Rechnung steht dann auch kein persönlicher Gruß. Schön.

Mittlerweile ist das Album auf disrmers.com übrigens ausverkauft.

Sarah Shook & The Disarmers – Sidelong (2017)

Für mich bislang das Album des Jahres. Selten hat mich eine Platte von ersten Hören an so überzeugt wie „Sidelong“.

Outlaw-Country at it’s best. Eine Sängerin mit ordentlich Rotz in Stimme und Texten, und mit den Disarmers eine fantastische Band.

Sarah Shook singt nicht sauber, nicht gerade, aber das, was sie singt und wie sie es singt, hört sich verdammt ehrlich an. Die Texte drehen sich – wie sich das bei guten Country-Songs nunmal gehört – um Alkohol, gebrochene Herzen und die eigene Mutter. Das leicht meckernde Vibrato in der Stimme, das sie manchmal einsetzt, habe ich so auch noch nirgends gehört.

Wenn Sarah Shook so weiter macht, werde ich noch viel Freude an ihr haben 🙂

 

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The Goddamn Gallows – 7 Devils (2015)

Die Goddamn Gallows sind derzeit meine absolut liebste Gutterbilly-Band diesseits der Rocky Mountains (vielleicht auch jenseits – ich weiß nicht, wo die Buben gerade stecken).

Hillbilly meets Punkrock mit einer ungesunden Portion Creep und fertig ist der perfekte Biertrink-Sound.


Eine der Bands, die ich unbedingt Mal live sehen möchte. Also: Falls das hier ein engagierter Booker lesen sollte: Ab nach München mit denen! Bitte!