Dave van Ronk – Inside Dave van Ronk (1962)

Ein klassicher Nachkauf, bzw. Vollständigkeits-Kauf.

Dave van Ronk war einer der wichtigeren Sänger der New Yorker Folk-Szene der Sechziger Jahre. Ich bin erst vor relatib kurzer Zeit auf van Ronk aufmerksam geworden. Ich mag seine kratzige, knarrende Stimme und die spärliche Gitarrenbegleitung. 

Die CD ist ein Re-Release von zwei Alben die van Ronk 1962 aufgenommen hat: „Folksinger“ und „Inside Dave van Ronk“. Auf „Folksinger“ finden sch klassiche Folksongs, Blues- und Country-Stücke. „Inside“ ist deutlcih von irisch-kelticher Musik geprägt und nicht ganz so eingängig, aber dennoch sehr stimmig. 

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The Grexits – The Grexits (2017)

Der neueste Wurf aus dem Hause gutfeeling.

Die Grexits habe ich mal bislang zweimal live gesehen: einmal im Rahmen eines Griechenland-Benefiz-Konzertes in der Milla und zum zweiten als Vorband von Blurt im Import/Export. Und beide Male haben sie mich nicht wirklich überzeugt.

Um so schöner ist es zu hören, wie die Band auf ihrer neuen, ersten Platte klingt. Eingängiger, treibender Surf-Punk mit deutlichen Rembetika-Anleihen, immer dann besonders stark, wenn man meint, eine Bouzuki zu hören.

Ernie von gutfeeling hat mir netterweise die mp3s vorab zukommen lassen, die Platte werde ich mir aber demnächst auch physisch ins Regal stellen.Am 25. März spielen sie wieder im Import/Export. Da wäre Gelegenheit.

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Arizona Amp & Alternator – The Open Road (2017)

Ich schätze, einer der Vorteile, wenn man Musiker ist, ist, dass man machen kann, was einem gefällt. Als halbwegs erfolgreicher Musiker zumindest.

Und wenn Howe Gelb gerade keine Lust hat, an der einen Platte weiter zu arbeiten, dann macht er halt einfach eine andere.

Das kommt schon bisweilen vor – und manche dieser Platte veröffentlicht er dann nicht unter seinem Namen oder unter ‚Giant Sand‘, sonder z.B. als ‚Band of Blacky ranchette‘ oder als ‚Arizona Amp And Alternator‘. Unter letztem Label hat er 2005 eines seiner – wie ich finde – besten Alben veröffentlicht, und vor ein paar Wochen hat er unter dem Namen nachgelegt.

‚The Open Road‘ –  erhältlich als Download auf Bandcamp oder als limitierte Tour-CD (mir waren doie 13$ Versandk0osten dann doch zu happig – daher hab ich das Ding jetzt nur als mp3) – ist eine Ansammlung von Fragmenten und Experimenten der letzten Jahre:

A collection of sketches from several different projects spanning over the last 5 years.

Und es ist wirklich eine schön wilde Mischung geworden. von Country-Folk über Tex-Mex-Mariachi bis hin zu Ragtime-Piano und Rock.

Manchmal Howe alleine, manchmal mit Band, manchmal mit Gastmusikern (Jason Lytle, Lonna Kelley)

Anspieltipps: llueve en mi corazon (#4), shapeshifter (#6), left (10#).

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Scott H. Biram – The Bad Testament (2017)

Scott H. Biram, eine meiner liebsten One-Man-Bands, hat mal weider ein neues Album veröffentlicht.

Scott H. Biram macht Country-Blues. Scott Biram hat aber auch Wurzeln im Punk und Metal. Und das hört man. ‚Train Wrecker‘ ist so ein Song, der gut auch von Antiseen stammen könnte.

Scott H. Biram - The Bad Testament

Während Biram früher™ seine Platten tatsächlich alleine und weitgehend live eingespielt hat – heißt: alle Instrumente auf einmal – zeichnet er sich jetzt dadurch aus, dass er die volle Instrumentierung selbst einspielt. Es gibt aber auch noch Gitarre/Gesang-Solo-Stücke wie z.B. ‚Swift Driftin“.

Lässt sich gut anhören, macht Spaß und Bock auf Bier.

Im Sommer kommt er nach Europa – leider nicht auch nur annähernd in meine Gegend.

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Nikki Lane – Highway Queen (2017)

Nikki Lane hat ihr drittes Album veröffentlicht.
Und auch wenn ich mich zuest so gar nicht damit anfreunden konnte, so kommt die Platte nach mehrmaligem Hören richtig gut.
Mit ein paar Tracks werde ich wohl nicht warm werden (‚Jackpot‘, zum beispiel ist ein für mich völlig überzogenes Country-Rock-Stück).
In den ruhigeren momenten wirkt Nikkis nöliger Gesang aber ungemein gut: ‚Companion‘, ‚Foolish Heart‘ sind richtig klasse.

Nikki Lane - Highway Queen

Auf jeden Fall freue ich mich, wenn Niki Lane am 28. Mai nach München kommt – letztes Jahr konnt ich ja leider nicht hingehen.

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Hochzeitskapelle – the world is full of songs (2016)

Über diese Platte sind in den letzten Monaten viele Lobeshymnen veröffentlicht worden. Und das absolut zu Recht. Ich muss zugeben, dass ich hier ein ziemlicher Spätzünder bin – aber um so begeisterter. Vielseitig, einfallsreich, intelligent, handwerklich toll und mit viel Gefühl, Witz und Verstand. Und ganz ohne Gesang.

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Hank Williams III – Ramblin‘ Man (2014)

Eigentlich dürfte man diese CD nicht kaufen. Hank Williams III hat sich im Streit von Curb Records getrennt, die haben aber noch Rechte an älterem Material und versilbern das nun gegen den Willen des Künstlers – und ohne, dass der was davon hätte. Also: eigentlich hätte ich die CD nicht kaufen dürfen. Hab ich aber. Gebraucht. Also hat Curb da auch nix von, und meine Sammlung ist wieder etwas vollständiger.

Auch inhaltlich hat sich das gelohnt. Zwei schöne Cover-Nummern mit den Melvins als durchaus gute Country- Backing-Band (Opas „Ramblin‘ Man“ und Merle Haggards „Okie From Muskogee“), noch drei weitere Cover und drei eigene Songs: „Ob My Own“ vom 99er Album “ Risin‘ Outlaw“ in einer Full Length Version (aha) und noch zwei Country-Rocker, die aber meiner Meinung nach etwas abfallen. 

Insgesamt eine nette Compilation, aber auch nicht mehr.

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Elvis Perkins in Dearland (2009)

Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, zu allen CDs und LPs, die ich mir neu in den (physischen und/oder virtuellen) Plattenschrank stelle, ein paar Zeilen zu schreiben. Hauptsächlich eigentlich deswegen, um einen Überblick zu behalten, wann ich was neu entdeckt oder erworben habe. Aber auch, um mich zu zwingen, das Zeug, für das ich Geld ausgegeben habe, wenigstens ein mal bewusst zu hören und so den Kauf zu rechtfertigen.

Elvis Perkins ist keine Neuentdeckung für mich – sein „Ash Wednesday“ (2007) begleitet mich schon seit ein paar Jahren zuverlässig. Zwischen den Jahren habe ich mir seinen KEXP-Mitschnitt angesehen (s.u.) und war mir sicher, dass auch die weiteren Platten dieses klasse Songwriters nicht falsch sein können.

Jetzt lag dann also sein zweites Album im Briefkasten: „Elvis Perkins in Dearland“ – zugleich auch der Name der Band. Eine gute Portion Melancholie, übersetzt in tolle Melodien. Dazu passendes Orgel- und Harmonika-Gematsche und die packende Stimme von Elvis Perkins. Schön.

Elvis Perkins in Dearland

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