Nikki Lane – Highway Queen (2017)

Nikki Lane hat ihr drittes Album veröffentlicht.
Und auch wenn ich mich zuest so gar nicht damit anfreunden konnte, so kommt die Platte nach mehrmaligem Hören richtig gut.
Mit ein paar Tracks werde ich wohl nicht warm werden (‚Jackpot‘, zum beispiel ist ein für mich völlig überzogenes Country-Rock-Stück).
In den ruhigeren momenten wirkt Nikkis nöliger Gesang aber ungemein gut: ‚Companion‘, ‚Foolish Heart‘ sind richtig klasse.

Nikki Lane - Highway Queen

Auf jeden Fall freue ich mich, wenn Niki Lane am 28. Mai nach München kommt – letztes Jahr konnt ich ja leider nicht hingehen.

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Hochzeitskapelle – the world is full of songs (2016)

Über diese Platte sind in den letzten Monaten viele Lobeshymnen veröffentlicht worden. Und das absolut zu Recht. Ich muss zugeben, dass ich hier ein ziemlicher Spätzünder bin – aber um so begeisterter. Vielseitig, einfallsreich, intelligent, handwerklich toll und mit viel Gefühl, Witz und Verstand. Und ganz ohne Gesang.

Hank Williams III – Ramblin‘ Man (2014)

Eigentlich dürfte man diese CD nicht kaufen. Hank Williams III hat sich im Streit von Curb Records getrennt, die haben aber noch Rechte an älterem Material und versilbern das nun gegen den Willen des Künstlers – und ohne, dass der was davon hätte. Also: eigentlich hätte ich die CD nicht kaufen dürfen. Hab ich aber. Gebraucht. Also hat Curb da auch nix von, und meine Sammlung ist wieder etwas vollständiger.

Auch inhaltlich hat sich das gelohnt. Zwei schöne Cover-Nummern mit den Melvins als durchaus gute Country- Backing-Band (Opas „Ramblin‘ Man“ und Merle Haggards „Okie From Muskogee“), noch drei weitere Cover und drei eigene Songs: „Ob My Own“ vom 99er Album “ Risin‘ Outlaw“ in einer Full Length Version (aha) und noch zwei Country-Rocker, die aber meiner Meinung nach etwas abfallen. 

Insgesamt eine nette Compilation, aber auch nicht mehr.

Elvis Perkins in Dearland (2009)

Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, zu allen CDs und LPs, die ich mir neu in den (physischen und/oder virtuellen) Plattenschrank stelle, ein paar Zeilen zu schreiben. Hauptsächlich eigentlich deswegen, um einen Überblick zu behalten, wann ich was neu entdeckt oder erworben habe. Aber auch, um mich zu zwingen, das Zeug, für das ich Geld ausgegeben habe, wenigstens ein mal bewusst zu hören und so den Kauf zu rechtfertigen.

Elvis Perkins ist keine Neuentdeckung für mich – sein „Ash Wednesday“ (2007) begleitet mich schon seit ein paar Jahren zuverlässig. Zwischen den Jahren habe ich mir seinen KEXP-Mitschnitt angesehen (s.u.) und war mir sicher, dass auch die weiteren Platten dieses klasse Songwriters nicht falsch sein können.

Jetzt lag dann also sein zweites Album im Briefkasten: „Elvis Perkins in Dearland“ – zugleich auch der Name der Band. Eine gute Portion Melancholie, übersetzt in tolle Melodien. Dazu passendes Orgel- und Harmonika-Gematsche und die packende Stimme von Elvis Perkins. Schön.

Elvis Perkins in Dearland