Dad Horse Experience – KAP37 (19.10.2017)

Dad Horse Ottn hat auf seinem alljährlichen Abstecher „down south“ mal wieder in München im KAP37 vorbeigeschaut, um uns Südländern den Keller-Gospel zu predigen.

Wie immer eine schöne Mischung aus alten Dad-Horse-Klassikern, den obligatorischen Hank Williams- und Jimmie Rodgers-Reverenzen, und einiges neuere Material. Dazu launige Einleitungen und Erklärungen, und immer mal wieder wurde das Geburtstagskind des Abends besungen.

Leider war’s mal wieder viel zu kurz – ich kam zu spät und der Wirt machte am Ende recht deutlich, dass da nix mehr geht. Schade, ich hätte da noch deutlich mehr hölren können. Aber der Trost bleibt: Die Dad Horse Experience wird auch nächstes Jahr wieder da sein, um uns der Erlösung ein Stückchen näher zu bringen.

Die neue Platte hat er aber dagelassen. Da schreib ich in den nächsten Tagen auch noch zwei Zeilen dazu.

Heather Nova (Muffathalle, 18.10.2017)

Heather Nova war in München. 23 Jahre, nachdem Oyster, das einzige Album von ihr, das ich wirklich kenne und damals auch viel und gerne gehört habe, erschienen ist. Und Heather Nova war da, um genau diese Album zu spielen. (Das zweite Album, Siren, kannte ich dann noch. Danach habe ich sie komplett aus dem Augen verloren)

Mit einer Gitarristin, einer Chellistin , sowei zwei Jungs an Bass und Schlagzeug spielte sie tatsächlich im ersten Teil des Konzertes das komplette Album durch. Und die Stücke sind erstaunlich gut gealtert. Die musik schwangt zwischen Pop und Indie-Rock, Heather Novas hphe Elfen-Stime schwebt darüber und erzält von Dingen, die sie als junge Frau bewegt haben. Danach noch ein paar weitere Stücke ein paar Zugaben und Schluss.

Nostalgisch war’s für mich, entspannt, aber mit kanpp 45€ für ein Ticket definitiv überteuert.

Iron&Wine – Beast Epic (2017)

Sean Bean trug schon einen Fusselbart, als die heutigen Hipster selbst noch keinen nennenswerten Bartwuchs vorzuweisen hatten. Und er machte damals schon wunderschöne Musik. Er ist sich treu geblieben. Auch auf dem neuesten Album von Iron and Wine trägt er noch einen Bart und macht wunderschöne Musik. Typische, ruhige Iron and Wine-Musik. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Im Februar kommt Iron and Wine nach München ins Muffatwerk.

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Howe Gelb – Further Standards – Ankündigung

Señor Gelb hat soeben ein neues Album angekündigt. Musikalisch, inhaltlich und von der Besetzung her wird das wohl eine Fortsetzung der letztjährigen Future Standards (u.a. mit Lonna Kelly) und verspricht, wieder entspannter Bar-Jazz zu werden.

Vorbestellen (Download und Vinyl – bislang keine CD!?) kann man das ganze auf Bandcamp. Release Date ist der 14. Oktober 24. November.

Leider lässt Howe ja schon seit einigen Jahren Süddeutschland, bzw. München ziemlich weit links liegen, und so werde ich mal wieder keines der Konzerte seiner November-Tour ansehen können.

Micah P. Hinson presents the Holy Strangers (2017)

Heiliger Fremder, was ein Album! Das neueste Studioalbum von Micah P. Hinson ist wirklich bemerkenswert. Ein großer Teil der Tracks sind Instrumentalstücke, zerbrechlich, bedrohlich, traurig. Die Lieder, bei denen Micah mit seiner knarzigen Stimme singt, sind allesamt kleine Folk-Schmuckstücke. Fast alle sind irgendwie abgrundtief traurig, handeln von Verlust und kaputter Liebe.

Musikalisch sind viele Streicher zu hören, analoge Tape-Spielereien, reduziertes Schlagzeug. Dazu der zwischen brüchig und kraftvoll wechselnde Gesang.

Nicht wirklich repräsentativ, aber dennoch einer der besten Tracks: Lover’s Lane:

Ende Oktober spielt Mr. Hinson im El Lokal in Zürich.

Angrier Than You – From the Outside Looking In (2017)

Evil David hat ne neue Band. Und mit der war er im Studio.

Herausgekommen ist ein amtliches Brett (sagt man das so?). Feiner Old School Hardcore.

Das Rad haben die Buben nicht neu erfunden, aber richtig Spaß macht das alles schon.

Angry, old and poor, you Bastards!

Hochzeitskapelle – Sendlinger Markt hinter St. Margareten, Sendling (1.7.2017)

Es war doch endlich mal Zeit, die derzeitige Lieblingskapelle rund um die beiden Acher-Brüder auch mal live zu sehen.

Um so schöner, dass die Kapelle am Samstag Vormittag zum Sommerfest der marktleute in Sendling aufspielte.

Wenn auch der Wind etwas anstrengend war, so haben die Herrschaften doch wunderschönen Rumpel-Jazz abgeliefert. Grillwürstel, Giesinger Bier, und nebenbei noch den Wocheneinkauf erledigen. Perfekt.

J. Marinelli One Man Band – Hinterm KAP37 (30.6.2017)

Das Kulturzentrum KAP37, das mir im letzten Herbst schon die Dad Horse Experience beschert hat, lädt wohl sporadisch zu kleinen Sommerfesten in den Hinterhof. Unter dem Titel „Abendrot im Hinterhof“ waren diesmal The Ukelites aus München – die ich leider verpast habe, mehr dazu bei Herrn Emmer – und J. Marinelli auf der kleinen Bühne.

Nebenbei wurde fleißig gegrillt, getrunken und gequatscht.

Herr Marinelli bemühte sich redlich, seinen One-Man-Band Punk-a-Folk-Mix an die nur mäßig interessierte Zuhörerschaft zu bringen. War aber dennoch nett.

Sarah Shook & The Devil – Seven (2012)

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einen wissen lassen, dass man das Richtige getan hat.

Da mir das letzte Album von Sarah Shook (Sidelong, aufgenommen mit ihrer derzeitigen Band „The Disarmers“) ausnehmend gut gefallen hat, wollte ich auch ihr Debut haben. Probegehört auf Spotify, für gut befunden und auf die Suche begeben.
Auf keinem der sonst so von mir genutzten Vertriebswege war die CD erhältlich. Also ab auf disarmers.com und dort in den Store-Bereich und voilá: verfügbar und ready to ship. Die Versandkosten von den USA nach DE übersteigen zwar fast den warenwert, aber egal.

Zehn Tage später war das Päckchen da. Die sieben Tracks auf der CD sind durchweg klasse – insgesamt alles etwas zahmer, romantischer, zurückhaltender als „Sidelong“ – vielleicht auch, weil „The Devil“ ohne einen Schlagzeuger auskommen und so relativ spärlich instrumentiert sind. Shooks Stimme wirkt somit etwas sanfter, was aber auch seinen Charme hat.

Zurück zu den kleinen Dingen: Wenn man bei Amazon bestellt, zahlt man zwar weniger Versandkosten, aber beim Künstler bleibt weniger hängen. Und auf der schon etwas zerfledderten Rechnung steht dann auch kein persönlicher Gruß. Schön.

Mittlerweile ist das Album auf disrmers.com übrigens ausverkauft.

Evil Horde – Horse Burning Down

Praise da horse, da mighty one!

 

Ich hab da mal in ner Band gespielt. Die hieß Evil Horde und wir haben ein paar Schallplatten aufgenommen. Und irgendjemand hat das alles auf Bandcamp gepackt. Danke dafür 🙂