Medienwandel – getting mobile

gerade macht ja dieses beeindruckende Foto vom Petersplatz vom letzten Mittwoch im Vergleich zur Wahl Ratzingers auf Facebook und sonstwo die Runde, das zeigt, wie sich unser Leben in nur 8 Jahren gewandelt hat und wie alltäglich und omnipräsent mobile Endgeräte geworden sind:

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Und da fiel mir doch dieses schöne Bild wieder ein, das das alles schon vor ein paar Jahren thematisiert hat:

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Update: Das Foto oben ist „gefälscht“.

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Medienwandel und Parallelnutzung

Ich rede ja nur ungern dem Fernsehen in seiner Rolle als Leitmedium das Wort, aber:

Erst, wenn sich Tagesschau-Redakteure darüber freuen, dass ihr Thema auf Twitter aufgegriffen wurde, statt andersrum, ist der Medienwandel vollzogen.

— Hansjörg Schmidt (@hschmidt) 26. Januar 2013

Dennoch: Ja, es tut sich was. Und das ist gut so.

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Musik-Rückblick 2012

Dieses Jahr versuche ich mal wieder einen kleinen Musik-Rückblick. Auf last.fm habe ich das ja wieder alles genau dokumentiert 🙂

Insgesamt habe ich letztes Jahr 10.597 Tracks gehört. Das sind 29 Lieder am Tag. Bei einer angenommenen Track-Länge von drei Minuten sind das eineinhalb Stunden. Eigentlich gar nicht sooo viel. Das war schon mal mehr.

Meine Top-10 Künstler waren dabei:

Giant Sand 638
The Avett Brothers 590
Slim Cessna’s Auto Club 580
Giant Giant Sand 433
Tom Waits 336
Hank Williams III 297
Howe Gelb 285
Calexico 250
Scott H. Biram 211
Scout Niblett 179

Bestes neues Album:

Es gab einige neue Platten von Bands, auf die ich mich gefreut habe. Eine leichte Enttäuschung war das neue Neurosis-Album „Honor found in Decay„. Das ist etwas brav geraten (folglich bislang nur 29 Plays). Auch“Enslaved“ von Soulfly ist etwas langweilig geraten. Das habe ich aber immerhin 85 mal gehört. Dazu kamen neue Platten von Sarah Blasko (24), Hank III (58) und G.Rag y los Hermanos Patchekos (63).

Am meistgehörten – und damit für mich persönlich das beste Album war über das Jahr hinweg wohl Tucson von Giant Giant Sand. Von dem Album habe ich 429 Tracks gehört. Qualitativ fast besser fand ich das neue Avett Brothers Album „The Carpenter“ (190 Tracks) – das kam aber erst im September raus.

Neuentdeckung des Jahres:

Definitiv die Two Gallants. Die sind mir zwar laut last.fm schon mal 2007 begegnet, aber ihr neues Album „The Bloom and the Blight„hat mich dann echt begeistert (62 Plays). Leider habe ich es dann doch nicht aufs Konzert Ende November in der Theaterfabrik geschafft geschafft.

Auch noch neu für mich: Brian Lopez (Vorprogramm von Giant Giant Sand).

Bestes Konzert:

Insgesamt waren es dieses Jahr wieder  viel zu wenige Konzerte, zu denen ich es geschafft habe. Vorsatz für’s neue Jahr: MEHR!

Immerhin zweimal habe ich Giant Giant Sand sehen können, wobei das Konzert in München deutlich besser war, als das in Wien, wo der Tontechniker leider einen rabenschwarzen Tag hatte. Schwach war Calexico im November in der Muffathalle. Cool war dagegen Helmet im März im Feierwerk. 20 Jahre „Betty“ und das ganze Album rückwärts chronologisch gerockt.

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How to choose a bottle of wine

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man kennt das: man sitzt da, und weiß nicht, welchen Wein man trinken soll. Da ist es ratsam, dieses Flowchart zur Hand zu haben, das bei der Auswahl behilflich ist.
Pinot Noir anyone?

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Post vom Blockwart

Gegenüber von unserer Wohnung liegt ein ziemlich großes Studentenwohnheim. Ab und zu feiern die Bewohner eine kleine Küchenparty. Im Sommer wird gegrillt, und bei großen Fußballspielen  – und besonders bei internationalen Turnieren – hört man, wie die verschiedenen Nationalitäten ihr jeweiliges Team anfeuern.

Alles in Allem also eine sehr freundliche, angenehme Nachbarschaft.

Das findet aber wohl nicht jeder.

Denn heute war in – ich nehme mal an – allen Briefkästen in der direkten Nachbarschaft ein Schreiben von einer Firma namens Nik Security (Namensähnlichkeiten rein zufällig! Ich bin nicht verwandt, verschwägert oder sonstwie verbandelt mit denen!!!!11!!!elf!)

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Verehrte Nachbarschaft,

wir, die Firma Nik Securitv, betreuen seit einiger Zeit die Studentenwerke München im
Bereich Nacht- bzw. Objektbewachungen.

Ziel der Bewachungen der Studentenwohnheime ist die strikte Einhaltung der Hausordnung
sowie das Unterbinden von Lärmbelästigungen.

Unsere Mitarbeiter sind jeden Tag, sieben Tage der Woche, in der Zeit von 21:00 Uhr bis
04:00 Uhr für die Studentenwerke München unterwegs und befahren die verschiedenen
Wohnheime.

Dabei kontrollieren die Sicherheitsmitarbeiter die Gemeinschafts- sowie die Partyräume der Wohnheime.

Bei Feststellung der erhöhten Lärmpegel schreiten unsere Mitarbeiter ein und ermahnen die
Veranstalter bzw. die Anwohner der Wohnheime die Hausordnung (Nachtruhe) einzuhalten.
Parallel dazu wird der technische Leiter der jeweiligen Wohnheime benachrichtigt.

Sollten Sie in den o. g. Zeiten erhöhte Lärmpegel feststellen, so können Sie jederzeit unseren
Wachmann unter der Notrufnummer: 0172 – xx xx xx erreichen.

Dieser wird so schnell wie möglich die jeweiligen Wohnheime anfahren und sich das Problem
annehmen.

In der Hoffnung einer gut nachbarschaftliche Beziehung bzw. Zusammenarbeit verbleiben
wir

mit freundlichen Grüßen

Unsympathen.

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Evil Horde

In der aktuellen in-muenchen gibt es in der schönen rubrik „meine Platte“ einen hübschen Rückblick auf die Hardcore und Punk-Szene Münchens der 80er und 90er Jahre.

Und eine der (für mich) wichtigsten Bands dieser Zeit findet auch Erwähnung: die (für mich) legendäre Evil Horde (die auch hier schon mal verewigt wurde)

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Anlass ist das 17. (sic!) Münchner Hardcore-Festival, das am 21. und 22. September im Feierwerk über die Bühne geht.

Hingehen!

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Die Nacht der lebenden Totgesagten

Irgendetwas passt hier nicht zusammen.

Seit Jahren hört man – besonders von der Film-Industrie –  dass ihnen durch im Internet verbreitete Raubmordkopien extremer wirtschaftlicher Schaden entsteht. Die „Existenz von Unternehmen und Arbeitsplätzen“ steht auf dem Spiel (GVU).

Und dann lese ich in der Fachzeitschrift für Medien(-forschung) der ARD, MediaPerspektiven, in der aktuellen Ausgabe 6/2012 folgenden Artikel:

„Wirtschaftlich positive Bilanz für die deutsche Videobranche“ (hier Volltext-PDF) 

Der Titel lässt einen ob der gewohnten Alarm-Meldungen stutzen. Und gleich der erste Satz stimmt hoffnungsvoll:

Die deutschen Videoprogrammanbieter konnten wie in den Jahren zuvor auch 2011 ein Rekordergebnis mit dem Verkauf von Home-Entertainment-Produkten erwirtschaften.

Zwar ist der Umsatz mit DVDs (Verkauf -5%, verleih -6%) rückläufig, das wird aber durch dieZuwächse bei den Blu-Ray-Verkäufen und dem Online-Filmverkauf mehr als kompensiert. Und die Leute kaufen nicht nur Filme, sie investieren auch in die dazugehörige Hardware – immerhin 2,748 Mrd. Euro im letzten Jahr – 0,6% mehr als im Vorjahr (vgl. S. 311). Ich kann mir vorstellen, dass das auch dazu führt, dass die Leute in Zukunft weiterhin auch in Content investieren – schließlich will die neue Heimkono-Anlage ja auch adäquat bespielt sein.

Auch das Kino scheint noch lange nicht tot zu sein:

Insgesamt sahen im letzten Jahr 129,6 Millionen Besucher einen Film im Kino, 2,3 Prozent mehr als 2010 (126,6 Mio).

Zwar sind die ganz Jungen etwas weniger ins Kino gegangen, dafür sehen sich ihre Eltern und Großeltern wieder deutlich häufiger Filme im Kino an.

Warum kommen die Autoren dann unter anderem zu folgendem Fazit?

Filme auf illegalen Portalen im Internet schädigen die Branche nachhaltig.

Oder könnte es nicht auch sein, dass die Filmbranche vom Internet profitiert – Anzeichen dafür gibt es bei der Musik-Industrie ja ebenfalls.

 

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Man Has Argument with His 12-Year Old Self Courtesy of an Old VHS Tape

Jeremiah interviewt sich selbst. Allerdings liegen zwischen Fragen und Antworten 20 Jahre.

Ich überlege mir ernsthaft, wie der 18-Jährige und der 38-jährige Nik jeweils über den anderen denken würden. Würden wir uns verstehen? Oder wären wir von einander enttäuscht? Wahrscheinlich hätten wir uns wenig zu sagen…

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Good luck suckers, I’m on my way…

Giant Giant Sand – Forever And A Day from fire records on Vimeo.

Giant Giant Sand – Forever And A Day on Vimeo

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