Dock Boggs – Dock Boggs (1964)

Was für den Banjo-Nerd.

Dock Boggs war einer der Stilprägenden Oldtime-Banjo-Spieler aus den Appalachen. Während er seine ersten Aufnahmen bereits ind en Zwanziger Jahren des letzten Jahrunderts machte, hängte er das Banjo für nahezu 30 Jahre an den Nagel und startete erst in den 60er Jahren mit dem Folk-Revival wieder voll durch. Aus der Zeit stammen auch die Aufnahmen dieser CD, die im Rahmen von Mike Seegers Aufnahmen für Folkway/Smithonian entstanden.

Die CD enthält 15 großartige Tracks – meist Dock Boggs alleine mit seinem Banjo, auf ein paar Tracks wird er von einem Gitarristen begleitet.

Donkeyhonk Company – Long Way Home (2102) und Honkrock (2016)

Mitbringsel vom schönen Leftlane Cruiser-Konzert in der Garage Deluxe.
Die Donkeyhonk-Company macht hübschen Honkeytonk-Bluegrass, und weil mir die Jungs live gut gefallen haben, gab’s für 15€ noch zwei CDs obendrauf.

Auf „Long Way Home“ ist die Company noch ohne Schlagzeug unterwegs, dafür hilft eine Mandoline aus und komplettiert 5-String Banjo/Gitarre und Kontrabass zur klassischen String-Band.

Auf der letztjährigen EP „Honkrock“ ist dann ein Schlagzeuger dabei, was den Sound etwas rockiger macht. Dafür ist ein Teil der Lieder auf Bayrisch.

The Dad Horse Experience – I am a stranger here below (2017)

Und nochmal Dad Horse Ottn. Aus dem KAP37 habe ich als physisches Andenken die neue CD mitgebracht.

Und das Ergebnis gefällt. nicht mehr ganz so experimentell wie der Vorgänger „Eating Meatballs…“ überrascht das Album doch mit umfangreicher Instrumentierung. Neben Tenorbanjo und Mandoline ist da bisweilen eine komplette Rockband zu hören. Das ist ungewohnt, weiß aber durchaus zu gefallen.

Ich persönlich mag Dad Horse Otten lieber pur. Wie etwa beim Jimmie Rodgers Jodelkracher „My rough and Rowdy ways“, oder meinem Favourite „Ich steig in die Bahn“.

Spread the sacred flu!

Dad Horse Experience – KAP37 (19.10.2017)

Dad Horse Ottn hat auf seinem alljährlichen Abstecher „down south“ mal wieder in München im KAP37 vorbeigeschaut, um uns Südländern den Keller-Gospel zu predigen.

Wie immer eine schöne Mischung aus alten Dad-Horse-Klassikern, den obligatorischen Hank Williams- und Jimmie Rodgers-Reverenzen, und einiges neuere Material. Dazu launige Einleitungen und Erklärungen, und immer mal wieder wurde das Geburtstagskind des Abends besungen.

Leider war’s mal wieder viel zu kurz – ich kam zu spät und der Wirt machte am Ende recht deutlich, dass da nix mehr geht. Schade, ich hätte da noch deutlich mehr hölren können. Aber der Trost bleibt: Die Dad Horse Experience wird auch nächstes Jahr wieder da sein, um uns der Erlösung ein Stückchen näher zu bringen.

Die neue Platte hat er aber dagelassen. Da schreib ich in den nächsten Tagen auch noch zwei Zeilen dazu.

Rhiannon Giddens – Freedom Highway (2017)

Rhiannon Giddens kannte ich bislang vor allem als Teil und Gesicht der vorzüglichen Carolina Chocolate Drops. Vor wenigen Wochen hat sie nun ihr zweites Solo-Album veröffentlicht, das neulich in meinem Briefkasten lag.

Rhiannon Giddens weist Solo eine deutlich größere Bandbreite auf, als mit den Chocolate Drops. Das reicht von klassischen Oldtime-Minstrel-Banjo-Stücken bis hin zu Soul und HipHop – mir wird’s da streckenweise deutlich zu poppig,

Rhiannon Giddens - Freedom Highway

Anspieltips:

Ganz klassisch: Das Mississippi John Hurt-Cover „The Angels Laid Him Away“, virtuos: das Banjo-Instrumental „Following The North Star“. Schön traurig: „We Could Fly“