Sarah Shook & The Disarmers – Sidelong (2017)

Für mich bislang das Album des Jahres. Selten hat mich eine Platte von ersten Hören an so überzeugt wie „Sidelong“.

Outlaw-Country at it’s best. Eine Sängerin mit ordentlich Rotz in Stimme und Texten, und mit den Disarmers eine fantastische Band.

Sarah Shook singt nicht sauber, nicht gerade, aber das, was sie singt und wie sie es singt, hört sich verdammt ehrlich an. Die Texte drehen sich – wie sich das bei guten Country-Songs nunmal gehört – um Alkohol, gebrochene Herzen und die eigene Mutter. Das leicht meckernde Vibrato in der Stimme, das sie manchmal einsetzt, habe ich so auch noch nirgends gehört.

Wenn Sarah Shook so weiter macht, werde ich noch viel Freude an ihr haben 🙂

 

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Willie Nelson – God’s Problem Child (2017)

„I woke up still not dead again today
The internet said I had passed away
But if I die and I wasn’t dead to stay
And I woke up still not dead again today“

still not dead

Neulich habe ich im Internet gelesen, dass in Versuchen mit Mäusen nachgewiesen wurde, dass bei älteren Exemplaren THC zu einer deutlichen Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten geführt hat.

Wenn man sich die neueste Platte des nunmehr 84jährigen Willie Nelson anhört, muß man anerkennen, dass exzessiver Konsum von Marihuana über lange Zeit hinweg weder das Leben verkürzt, noch langsam, dumm oder langweilig macht.

Mit „God’s Problem Child“ hat Willie ein echt rundes Ding abgeliefert. Er hat sich nicht neu erfunden, und führt alles auf, was typisch für ihn ist: klassischer Outlaw-Country, Balladen (Old Timer, True Love), und auch kitschiger Ami-Schlager ist dabei. 

Highlight ist der Titelsong, ein Blues, den er im Duett mit Leon Russel singt, sowie „It gets easier“, das wieder das Thema „Alter“ aufgreift.

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Dave van Ronk – Inside Dave van Ronk (1962)

Ein klassicher Nachkauf, bzw. Vollständigkeits-Kauf.

Dave van Ronk war einer der wichtigeren Sänger der New Yorker Folk-Szene der Sechziger Jahre. Ich bin erst vor relatib kurzer Zeit auf van Ronk aufmerksam geworden. Ich mag seine kratzige, knarrende Stimme und die spärliche Gitarrenbegleitung. 

Die CD ist ein Re-Release von zwei Alben die van Ronk 1962 aufgenommen hat: „Folksinger“ und „Inside Dave van Ronk“. Auf „Folksinger“ finden sch klassiche Folksongs, Blues- und Country-Stücke. „Inside“ ist deutlcih von irisch-kelticher Musik geprägt und nicht ganz so eingängig, aber dennoch sehr stimmig. 

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Nikki Lane – Highway Queen (2017)

Nikki Lane hat ihr drittes Album veröffentlicht.
Und auch wenn ich mich zuest so gar nicht damit anfreunden konnte, so kommt die Platte nach mehrmaligem Hören richtig gut.
Mit ein paar Tracks werde ich wohl nicht warm werden (‚Jackpot‘, zum beispiel ist ein für mich völlig überzogenes Country-Rock-Stück).
In den ruhigeren momenten wirkt Nikkis nöliger Gesang aber ungemein gut: ‚Companion‘, ‚Foolish Heart‘ sind richtig klasse.

Nikki Lane - Highway Queen

Auf jeden Fall freue ich mich, wenn Niki Lane am 28. Mai nach München kommt – letztes Jahr konnt ich ja leider nicht hingehen.

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Hank Williams III – Ramblin‘ Man (2014)

Eigentlich dürfte man diese CD nicht kaufen. Hank Williams III hat sich im Streit von Curb Records getrennt, die haben aber noch Rechte an älterem Material und versilbern das nun gegen den Willen des Künstlers – und ohne, dass der was davon hätte. Also: eigentlich hätte ich die CD nicht kaufen dürfen. Hab ich aber. Gebraucht. Also hat Curb da auch nix von, und meine Sammlung ist wieder etwas vollständiger.

Auch inhaltlich hat sich das gelohnt. Zwei schöne Cover-Nummern mit den Melvins als durchaus gute Country- Backing-Band (Opas „Ramblin‘ Man“ und Merle Haggards „Okie From Muskogee“), noch drei weitere Cover und drei eigene Songs: „Ob My Own“ vom 99er Album “ Risin‘ Outlaw“ in einer Full Length Version (aha) und noch zwei Country-Rocker, die aber meiner Meinung nach etwas abfallen. 

Insgesamt eine nette Compilation, aber auch nicht mehr.

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