Heather Nova (Muffathalle, 18.10.2017)

Heather Nova war in München. 23 Jahre, nachdem Oyster, das einzige Album von ihr, das ich wirklich kenne und damals auch viel und gerne gehört habe, erschienen ist. Und Heather Nova war da, um genau diese Album zu spielen. (Das zweite Album, Siren, kannte ich dann noch. Danach habe ich sie komplett aus dem Augen verloren)

Mit einer Gitarristin, einer Chellistin , sowei zwei Jungs an Bass und Schlagzeug spielte sie tatsächlich im ersten Teil des Konzertes das komplette Album durch. Und die Stücke sind erstaunlich gut gealtert. Die musik schwangt zwischen Pop und Indie-Rock, Heather Novas hphe Elfen-Stime schwebt darüber und erzält von Dingen, die sie als junge Frau bewegt haben. Danach noch ein paar weitere Stücke ein paar Zugaben und Schluss.

Nostalgisch war’s für mich, entspannt, aber mit kanpp 45€ für ein Ticket definitiv überteuert.

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Amanda Palmer & Edward Ka-Spel – Muffathalle (1.6.2017)

Amanda Palmer war mit ihrem Kompagnon Edward Ka-Spel zu Gast in der Muffathalle, um ihr gemeinsames Album „I Can Swing A Rainbow“ vorzustellen.

Tatsächlich beschränkten sich die beiden – unterstützt von einem Violinisten – fast komplett darauf, die Songs diese Albums zu spielen – aufgelockert von ein paar Amanda-Solo-Stücken und ein paar Nummern der „Legendary Pink Dots„.

Entsprechend war das kein fröhlicher Abend. Die mystisch-depressive Musik, gepaart mit einer sehr verhaltenen Bühnenshow, hätten eher einen bestuhlten Theater-Abend gefordert, als das Setting eines Rock-Konzertes.

Amanda Palmer ist aber ein großartige Entertainerin. Und auch wenn ein guter Teil des Abends sich um die Themen Tod, Verlust und Schmerz drehte, wurde das alles doch durch Frau Palmers positive Ausstrahlung ins Erträgliche und sogar Unterhaltsame gewandelt.

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Das Konzert war kein Feuerwerk, wie auf ihrer „Theatre is Evil“-Tour, auf der ich sie das bis dato erste  und letzte Mal erlebt hatte, aber nicht minder intensiv.

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Amanda Palmer & Edward Ka-Spel – I Can Swing A Rainbow (2017)

Nicht wirklich neu im Plattenschrank, sondern lediglich im Download-Ordner, aber dennoch wert, kurz erwähnt zu werden.
Ich bin wirklich ein Fan von Amanda Palmer, allerdings nicht nur von ihrer Musik, sondern von ihr als Gesamtkunstwerk und wie sie sich inszeniert. Amanda Palmer hat es geschafft, indem sie offen und direkt mit den Menschen kommuniziert, eine künstlerische und wirtschaftliche Unabhängigkeit zu erreichen, die wirklich beeindruckend ist.
Rückgrat ist dabei mittlerweile Patreon. Die Idee hinter Patreon ist, dass Menschen, die Kunst oder andere Dinge erschaffen, sich von ihren Fans finanzieren lassen. Man kann als Patreon einem Künstler einen frei wählbaren Betrag entweder pro Monat oder aber auch pro „Thing“, also Song, Video, Buch, Bild, Konzertmitschnitt etc. zusagen und so dazu beitragen, dass dieser Künstler seine Kunst finanziert bekommt, ohne von Labels, Promotern oder Agenten abhängig zu sein.

Nachdem Amanda Plamer schon mal sehr erfolgreich ein Album über Crowdfunding finanziert bekommen hat und sich auch nicht scheut, Menschen um ihre Hilfe zu bitten (sie hat darüber einen schönen TED-Talk gemacht – s.u. – und ein ganzes Buch geschrieben), ist Patreon wie geschaffen für sie. Nicht zuletzt, weil sie das alles auch durch Twitter, Facebook und ihren Blog promoted.
Jedenfalls unterstützen über 9.000 Personen sie mit einer Summe von insgesamt gut 35.000$ pro „Thing“. Und damit lässt sich wohl ganz gut arbeiten.

Seit einiger Zeit bin auch ich Patreon von Fr. Palmer und unterstütze sie mit 3$ pro Veröffentlichung, und so bin ich dann auch an ihr neuestes Album gekommen.

geliehen von amandapalmer.net

Die Zusammenarbeit mit Edward Ka-Spel von den Legendary Pink Dots ist wirklich spannend. Das Album ist in keiner weise eingängig, hat wenig von der sonst so dominanten pathetischen, varietehaften Zirkus-Stimmung der anderen Amanda Plamer-Alben oder gar der dresden Dolls. Das Ganze ist sehr düsterer, elektronischer Indie-Pop. Melancholisch, ernst, streckenweise wunderschön, manchmal auch etwas langatmig. Nichts, was bei mir in die Heavy Rotation auf dem telefon kommt, aber durchaus etwas für einen ruhigen Abend.

Bald kommt sie nach München in die Muffathalle, da freue ich mich schon drauf.

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