Howe Gelb – Further Standards – Ankündigung

Señor Gelb hat soeben ein neues Album angekündigt. Musikalisch, inhaltlich und von der Besetzung her wird das wohl eine Fortsetzung der letztjährigen Future Standards (u.a. mit Lonna Kelly) und verspricht, wieder entspannter Bar-Jazz zu werden.

Vorbestellen (Download und Vinyl – bislang keine CD!?) kann man das ganze auf Bandcamp. Release Date ist der 14. Oktober.

Leider lässt Howe ja schon seit einigen Jahren Süddeutschland, bzw. München ziemlich weit links liegen, und so werde ich mal wieder keines der Konzerte seiner November-Tour ansehen können.

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Micah P. Hinson presents the Holy Strangers (2017)

Heiliger Fremder, was ein Album! Das neueste Studioalbum von Micah P. Hinson ist wirklich bemerkenswert. Ein großer Teil der Tracks sind Instrumentalstücke, zerbrechlich, bedrohlich, traurig. Die Lieder, bei denen Micah mit seiner knarzigen Stimme singt, sind allesamt kleine Folk-Schmuckstücke. Fast alle sind irgendwie abgrundtief traurig, handeln von Verlust und kaputter Liebe.

Musikalisch sind viele Streicher zu hören, analoge Tape-Spielereien, reduziertes Schlagzeug. Dazu der zwischen brüchig und kraftvoll wechselnde Gesang.

Nicht wirklich repräsentativ, aber dennoch einer der besten Tracks: Lover’s Lane:

Ende Oktober spielt Mr. Hinson im El Lokal in Zürich.

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Angrier Than You – From the Outside Looking In (2017)

Evil David hat ne neue Band. Und mit der war er im Studio.

Herausgekommen ist ein amtliches Brett (sagt man das so?). Feiner Old School Hardcore.

Das Rad haben die Buben nicht neu erfunden, aber richtig Spaß macht das alles schon.

Angry, old and poor, you Bastards!

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Hochzeitskapelle – Sendlinger Markt hinter St. Margareten, Sendling (1.7.2017)

Es war doch endlich mal Zeit, die derzeitige Lieblingskapelle rund um die beiden Acher-Brüder auch mal live zu sehen.

Um so schöner, dass die Kapelle am Samstag Vormittag zum Sommerfest der marktleute in Sendling aufspielte.

Wenn auch der Wind etwas anstrengend war, so haben die Herrschaften doch wunderschönen Rumpel-Jazz abgeliefert. Grillwürstel, Giesinger Bier, und nebenbei noch den Wocheneinkauf erledigen. Perfekt.

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J. Marinelli One Man Band – Hinterm KAP37 (30.6.2017)

Das Kulturzentrum KAP37, das mir im letzten Herbst schon die Dad Horse Experience beschert hat, lädt wohl sporadisch zu kleinen Sommerfesten in den Hinterhof. Unter dem Titel „Abendrot im Hinterhof“ waren diesmal The Ukelites aus München – die ich leider verpast habe, mehr dazu bei Herrn Emmer – und J. Marinelli auf der kleinen Bühne.

Nebenbei wurde fleißig gegrillt, getrunken und gequatscht.

Herr Marinelli bemühte sich redlich, seinen One-Man-Band Punk-a-Folk-Mix an die nur mäßig interessierte Zuhörerschaft zu bringen. War aber dennoch nett.

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Sarah Shook & The Devil – Seven (2012)

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einen wissen lassen, dass man das Richtige getan hat.

Da mir das letzte Album von Sarah Shook (Sidelong, aufgenommen mit ihrer derzeitigen Band „The Disarmers“) ausnehmend gut gefallen hat, wollte ich auch ihr Debut haben. Probegehört auf Spotify, für gut befunden und auf die Suche begeben.
Auf keinem der sonst so von mir genutzten Vertriebswege war die CD erhältlich. Also ab auf disarmers.com und dort in den Store-Bereich und voilá: verfügbar und ready to ship. Die Versandkosten von den USA nach DE übersteigen zwar fast den warenwert, aber egal.

Zehn Tage später war das Päckchen da. Die sieben Tracks auf der CD sind durchweg klasse – insgesamt alles etwas zahmer, romantischer, zurückhaltender als „Sidelong“ – vielleicht auch, weil „The Devil“ ohne einen Schlagzeuger auskommen und so relativ spärlich instrumentiert sind. Shooks Stimme wirkt somit etwas sanfter, was aber auch seinen Charme hat.

Zurück zu den kleinen Dingen: Wenn man bei Amazon bestellt, zahlt man zwar weniger Versandkosten, aber beim Künstler bleibt weniger hängen. Und auf der schon etwas zerfledderten Rechnung steht dann auch kein persönlicher Gruß. Schön.

Mittlerweile ist das Album auf disrmers.com übrigens ausverkauft.

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Evil Horde – Horse Burning Down

Praise da horse, da mighty one!

 

Ich hab da mal in ner Band gespielt. Die hieß Evil Horde und wir haben ein paar Schallplatten aufgenommen. Und irgendjemand hat das alles auf Bandcamp gepackt. Danke dafür 🙂

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Amanda Palmer & Edward Ka-Spel – Muffathalle (1.6.2017)

Amanda Palmer war mit ihrem Kompagnon Edward Ka-Spel zu Gast in der Muffathalle, um ihr gemeinsames Album „I Can Swing A Rainbow“ vorzustellen.

Tatsächlich beschränkten sich die beiden – unterstützt von einem Violinisten – fast komplett darauf, die Songs diese Albums zu spielen – aufgelockert von ein paar Amanda-Solo-Stücken und ein paar Nummern der „Legendary Pink Dots„.

Entsprechend war das kein fröhlicher Abend. Die mystisch-depressive Musik, gepaart mit einer sehr verhaltenen Bühnenshow, hätten eher einen bestuhlten Theater-Abend gefordert, als das Setting eines Rock-Konzertes.

Amanda Palmer ist aber ein großartige Entertainerin. Und auch wenn ein guter Teil des Abends sich um die Themen Tod, Verlust und Schmerz drehte, wurde das alles doch durch Frau Palmers positive Ausstrahlung ins Erträgliche und sogar Unterhaltsame gewandelt.

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Das Konzert war kein Feuerwerk, wie auf ihrer „Theatre is Evil“-Tour, auf der ich sie das bis dato erste  und letzte Mal erlebt hatte, aber nicht minder intensiv.

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Nikki Lane – Orange House (28.5.2017)

Nikki Lane ist schon seit längerem mein Favourite unter den weiblichen Country-Sängerinnen (and then came Sarah Shook, but that’s another story…).

Nachdem ich Frau Lane letzes Jahr urlaubsbedingt nicht live erleben konnte, war es klar, dass ich mir das diese Jahr nicht entgehen lassen wollte/konnte/durfte. Das Strom muss  wohl etwas zu groß gewesen sein. Dieses mal durfte Nikki Lane im deutlich kleineren Orange House ran – und auch das war nur mäßig gefüllt. Die Münchner Alt-Country-Szene scheint nicht sonderlich groß zu sein.

Opening Act war Ruby Boots, eine sehr sympathische Australierien, die den größten Teil ihres Sets alleine mit Akustikgitarre (und ein Lied ganz  a capella – Respekt!) bestritt.

Auftritt Nikki Lane: bekleidet in einer knappen Turnhose mit passendem Western-Blüschen und Cowboy-Stiefeln legt sie gut los und spielt einige Stücke von ihrer letzten Platte „Highway Queen“.

Zwischenzeitlich schickt sie die Band (klassisch. Gitarre, Bass, Schlagzeug) in die Pause und sing alleine „Save You“ von ihrem 2011er Debut „Walk of Shame“ und hält sympathischen Small-Talk mit dem Publikum. Nach drei Zugaben ( unter anderem Bob Dylans „You Ain’t Going Nowhere“) ist dann Schluss. Hat mir gefallen.

 

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Jimmie Rodgers – Blue Yodel No 1 (T For Texas)

 

Jimmie Rodgers (1897-1933) ist einer der großen Poeten der amerikanischen Volksmusik. Die Lieder des ehemaligen Eisenbahners handlen von Liebe, Heimweh, Armut, Krankheit und Tod –  und beschreiben so das kurze Leben Rodgers, der mit gerade einmal 35 Jahren an der Tuberkulose starb.

Faszinierend an Jimmie Rodgers Musik sind für mich neben den Texten die scheinbar einfachen Songstrukturen, die sich bei näherem hinhören als durchaus komplex erweisen –  so wechselt er häufig in den Breaks für ein bis zwei Takte zwischen Vers und Strophe vom geraden 2/4 oder 4/4 -Takt in 3/4 oder 6/8-Rhythmen. zudem hat er alseiner der ersten den Jodler in die Country-Musik eingeführt. Beide Merkmale lassen sich gut im „Blue Yodel No 1“ hören. Ein gejodelter Zwiefacher – kennt man sonst so vor allem aus der alpenländischen Volksmusik 😉

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