Hochzeitskapelle – Sendlinger Markt hinter St. Margareten, Sendling (1.7.2017)

Es war doch endlich mal Zeit, die derzeitige Lieblingskapelle rund um die beiden Acher-Brüder auch mal live zu sehen.

Um so schöner, dass die Kapelle am Samstag Vormittag zum Sommerfest der marktleute in Sendling aufspielte.

Wenn auch der Wind etwas anstrengend war, so haben die Herrschaften doch wunderschönen Rumpel-Jazz abgeliefert. Grillwürstel, Giesinger Bier, und nebenbei noch den Wocheneinkauf erledigen. Perfekt.

Flattr this!

J. Marinelli One Man Band – Hinterm KAP37 (30.6.2017)

Das Kulturzentrum KAP37, das mir im letzten Herbst schon die Dad Horse Experience beschert hat, lädt wohl sporadisch zu kleinen Sommerfesten in den Hinterhof. Unter dem Titel „Abendrot im Hinterhof“ waren diesmal The Ukelites aus München – die ich leider verpast habe, mehr dazu bei Herrn Emmer – und J. Marinelli auf der kleinen Bühne.

Nebenbei wurde fleißig gegrillt, getrunken und gequatscht.

Herr Marinelli bemühte sich redlich, seinen One-Man-Band Punk-a-Folk-Mix an die nur mäßig interessierte Zuhörerschaft zu bringen. War aber dennoch nett.

Flattr this!

Sarah Shook & The Devil – Seven (2012)

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einen wissen lassen, dass man das Richtige getan hat.

Da mir das letzte Album von Sarah Shook (Sidelong, aufgenommen mit ihrer derzeitigen Band „The Disarmers“) ausnehmend gut gefallen hat, wollte ich auch ihr Debut haben. Probegehört auf Spotify, für gut befunden und auf die Suche begeben.
Auf keinem der sonst so von mir genutzten Vertriebswege war die CD erhältlich. Also ab auf disarmers.com und dort in den Store-Bereich und voilá: verfügbar und ready to ship. Die Versandkosten von den USA nach DE übersteigen zwar fast den warenwert, aber egal.

Zehn Tage später war das Päckchen da. Die sieben Tracks auf der CD sind durchweg klasse – insgesamt alles etwas zahmer, romantischer, zurückhaltender als „Sidelong“ – vielleicht auch, weil „The Devil“ ohne einen Schlagzeuger auskommen und so relativ spärlich instrumentiert sind. Shooks Stimme wirkt somit etwas sanfter, was aber auch seinen Charme hat.

Zurück zu den kleinen Dingen: Wenn man bei Amazon bestellt, zahlt man zwar weniger Versandkosten, aber beim Künstler bleibt weniger hängen. Und auf der schon etwas zerfledderten Rechnung steht dann auch kein persönlicher Gruß. Schön.

Mittlerweile ist das Album auf disrmers.com übrigens ausverkauft.

Flattr this!

Amanda Palmer & Edward Ka-Spel – Muffathalle (1.6.2017)

Amanda Palmer war mit ihrem Kompagnon Edward Ka-Spel zu Gast in der Muffathalle, um ihr gemeinsames Album „I Can Swing A Rainbow“ vorzustellen.

Tatsächlich beschränkten sich die beiden – unterstützt von einem Violinisten – fast komplett darauf, die Songs diese Albums zu spielen – aufgelockert von ein paar Amanda-Solo-Stücken und ein paar Nummern der „Legendary Pink Dots„.

Entsprechend war das kein fröhlicher Abend. Die mystisch-depressive Musik, gepaart mit einer sehr verhaltenen Bühnenshow, hätten eher einen bestuhlten Theater-Abend gefordert, als das Setting eines Rock-Konzertes.

Amanda Palmer ist aber ein großartige Entertainerin. Und auch wenn ein guter Teil des Abends sich um die Themen Tod, Verlust und Schmerz drehte, wurde das alles doch durch Frau Palmers positive Ausstrahlung ins Erträgliche und sogar Unterhaltsame gewandelt.

Merken

Merken

Das Konzert war kein Feuerwerk, wie auf ihrer „Theatre is Evil“-Tour, auf der ich sie das bis dato erste  und letzte Mal erlebt hatte, aber nicht minder intensiv.

Merken

Flattr this!

Nikki Lane – Orange House (28.5.2017)

Nikki Lane ist schon seit längerem mein Favourite unter den weiblichen Country-Sängerinnen (and then came Sarah Shook, but that’s another story…).

Nachdem ich Frau Lane letzes Jahr urlaubsbedingt nicht live erleben konnte, war es klar, dass ich mir das diese Jahr nicht entgehen lassen wollte/konnte/durfte. Das Strom muss  wohl etwas zu groß gewesen sein. Dieses mal durfte Nikki Lane im deutlich kleineren Orange House ran – und auch das war nur mäßig gefüllt. Die Münchner Alt-Country-Szene scheint nicht sonderlich groß zu sein.

Opening Act war Ruby Boots, eine sehr sympathische Australierien, die den größten Teil ihres Sets alleine mit Akustikgitarre (und ein Lied ganz  a capella – Respekt!) bestritt.

Auftritt Nikki Lane: bekleidet in einer knappen Turnhose mit passendem Western-Blüschen und Cowboy-Stiefeln legt sie gut los und spielt einige Stücke von ihrer letzten Platte „Highway Queen“.

Zwischenzeitlich schickt sie die Band (klassisch. Gitarre, Bass, Schlagzeug) in die Pause und sing alleine „Save You“ von ihrem 2011er Debut „Walk of Shame“ und hält sympathischen Small-Talk mit dem Publikum. Nach drei Zugaben ( unter anderem Bob Dylans „You Ain’t Going Nowhere“) ist dann Schluss. Hat mir gefallen.

 

Flattr this!

Jimmie Rodgers – Blue Yodel No 1 (T For Texas)

 

Jimmie Rodgers (1897-1933) ist einer der großen Poeten der amerikanischen Volksmusik. Die Lieder des ehemaligen Eisenbahners handlen von Liebe, Heimweh, Armut, Krankheit und Tod –  und beschreiben so das kurze Leben Rodgers, der mit gerade einmal 35 Jahren an der Tuberkulose starb.

Faszinierend an Jimmie Rodgers Musik sind für mich neben den Texten die scheinbar einfachen Songstrukturen, die sich bei näherem hinhören als durchaus komplex erweisen –  so wechselt er häufig in den Breaks für ein bis zwei Takte zwischen Vers und Strophe vom geraden 2/4 oder 4/4 -Takt in 3/4 oder 6/8-Rhythmen. zudem hat er alseiner der ersten den Jodler in die Country-Musik eingeführt. Beide Merkmale lassen sich gut im „Blue Yodel No 1“ hören. Ein gejodelter Zwiefacher – kennt man sonst so vor allem aus der alpenländischen Volksmusik 😉

Flattr this!

Sarah Shook & The Disarmers – Sidelong (2017)

Für mich bislang das Album des Jahres. Selten hat mich eine Platte von ersten Hören an so überzeugt wie „Sidelong“.

Outlaw-Country at it’s best. Eine Sängerin mit ordentlich Rotz in Stimme und Texten, und mit den Disarmers eine fantastische Band.

Sarah Shook singt nicht sauber, nicht gerade, aber das, was sie singt und wie sie es singt, hört sich verdammt ehrlich an. Die Texte drehen sich – wie sich das bei guten Country-Songs nunmal gehört – um Alkohol, gebrochene Herzen und die eigene Mutter. Das leicht meckernde Vibrato in der Stimme, das sie manchmal einsetzt, habe ich so auch noch nirgends gehört.

Wenn Sarah Shook so weiter macht, werde ich noch viel Freude an ihr haben 🙂

 

Merken

Merken

Flattr this!

Hayseed Dixie – Backstage Club (25.5.2017)

Party-Mucke am Vatertag. Hayseed Dixie drehen die Hits der Rock- und Popgeschichte durch den Bluegrass-Wolf. Und was dabei rauskommt ist nicht nur verdammt lustig und regt zum exzessiven Biertrinken an, sondern ist musikalisch auch durchaus hohem Niveau. Dass Hits von AC/DC und Motörhead gecovert werden, ist ja fast selbstverständlich. Wenn aber Queens „Bohemian rhapsody“ und die „Strawberry Fields Forever“ der Beatles durchgerockt werden, ist das höchst unterhaltsam. Oder auch Willy Milowitsch.

Flattr this!