Sarah Shook & The Disarmers – Sidelong (2017)

Für mich bislang das Album des Jahres. Selten hat mich eine Platte von ersten Hören an so überzeugt wie „Sidelong“.

Outlaw-Country at it’s best. Eine Sängerin mit ordentlich Rotz in Stimme und Texten, und mit den Disarmers eine fantastische Band.

Sarah Shook singt nicht sauber, nicht gerade, aber das, was sie singt und wie sie es singt, hört sich verdammt ehrlich an. Die Texte drehen sich – wie sich das bei guten Country-Songs nunmal gehört – um Alkohol, gebrochene Herzen und die eigene Mutter. Das leicht meckernde Vibrato in der Stimme, das sie manchmal einsetzt, habe ich so auch noch nirgends gehört.

Wenn Sarah Shook so weiter macht, werde ich noch viel Freude an ihr haben 🙂

 

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Hayseed Dixie – Backstage Club (25.5.2017)

Party-Mucke am Vatertag. Hayseed Dixie drehen die Hits der Rock- und Popgeschichte durch den Bluegrass-Wolf. Und was dabei rauskommt ist nicht nur verdammt lustig und regt zum exzessiven Biertrinken an, sondern ist musikalisch auch durchaus hohem Niveau. Dass Hits von AC/DC und Motörhead gecovert werden, ist ja fast selbstverständlich. Wenn aber Queens „Bohemian rhapsody“ und die „Strawberry Fields Forever“ der Beatles durchgerockt werden, ist das höchst unterhaltsam. Oder auch Willy Milowitsch.

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The Goddamn Gallows – 7 Devils (2015)

Die Goddamn Gallows sind derzeit meine absolut liebste Gutterbilly-Band diesseits der Rocky Mountains (vielleicht auch jenseits – ich weiß nicht, wo die Buben gerade stecken).

Hillbilly meets Punkrock mit einer ungesunden Portion Creep und fertig ist der perfekte Biertrink-Sound.


Eine der Bands, die ich unbedingt Mal live sehen möchte. Also: Falls das hier ein engagierter Booker lesen sollte: Ab nach München mit denen! Bitte!

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James Leg – Garage Deluxe, 10.03.2017

Zweites Konzert in Folge, und wieder ein Duo mit Schlagzeug und Tasteninstrument. Aber doch etwas anders als Attwenger gestern.
James Leg schleift seine Keyboards durch eine Bass- und einen Gitarrenverstärker. Und so klingt das, was die beiden da oben auf der Bühne veranstalten mehr nach brachialem Blues-Rock-Gitarrenkrach, als nach virtuosem Piano.

James Leg – leider etwas zu dunkel für die Handy-Kamera


James Leg hat eine Stimme, die Lemmy zur Ehre gereicht hätte, und so ist der zwar kurze, aber doch intensive Auftritt sein Geld durchaus wert. Leider haben sich nur wenige Menschen in der Garage Deluxe eingefunden, und ein guter Teil betseht aus Mitgliedern und Freunden der beiden Vorbands.
Hat Spaß gemacht.

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Arizona Amp & Alternator – The Open Road (2017)

Ich schätze, einer der Vorteile, wenn man Musiker ist, ist, dass man machen kann, was einem gefällt. Als halbwegs erfolgreicher Musiker zumindest.

Und wenn Howe Gelb gerade keine Lust hat, an der einen Platte weiter zu arbeiten, dann macht er halt einfach eine andere.

Das kommt schon bisweilen vor – und manche dieser Platte veröffentlicht er dann nicht unter seinem Namen oder unter ‚Giant Sand‘, sonder z.B. als ‚Band of Blacky ranchette‘ oder als ‚Arizona Amp And Alternator‘. Unter letztem Label hat er 2005 eines seiner – wie ich finde – besten Alben veröffentlicht, und vor ein paar Wochen hat er unter dem Namen nachgelegt.

‚The Open Road‘ –  erhältlich als Download auf Bandcamp oder als limitierte Tour-CD (mir waren doie 13$ Versandk0osten dann doch zu happig – daher hab ich das Ding jetzt nur als mp3) – ist eine Ansammlung von Fragmenten und Experimenten der letzten Jahre:

A collection of sketches from several different projects spanning over the last 5 years.

Und es ist wirklich eine schön wilde Mischung geworden. von Country-Folk über Tex-Mex-Mariachi bis hin zu Ragtime-Piano und Rock.

Manchmal Howe alleine, manchmal mit Band, manchmal mit Gastmusikern (Jason Lytle, Lonna Kelley)

Anspieltipps: llueve en mi corazon (#4), shapeshifter (#6), left (10#).

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Elvis Perkins in Dearland (2009)

Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, zu allen CDs und LPs, die ich mir neu in den (physischen und/oder virtuellen) Plattenschrank stelle, ein paar Zeilen zu schreiben. Hauptsächlich eigentlich deswegen, um einen Überblick zu behalten, wann ich was neu entdeckt oder erworben habe. Aber auch, um mich zu zwingen, das Zeug, für das ich Geld ausgegeben habe, wenigstens ein mal bewusst zu hören und so den Kauf zu rechtfertigen.

Elvis Perkins ist keine Neuentdeckung für mich – sein „Ash Wednesday“ (2007) begleitet mich schon seit ein paar Jahren zuverlässig. Zwischen den Jahren habe ich mir seinen KEXP-Mitschnitt angesehen (s.u.) und war mir sicher, dass auch die weiteren Platten dieses klasse Songwriters nicht falsch sein können.

Jetzt lag dann also sein zweites Album im Briefkasten: „Elvis Perkins in Dearland“ – zugleich auch der Name der Band. Eine gute Portion Melancholie, übersetzt in tolle Melodien. Dazu passendes Orgel- und Harmonika-Gematsche und die packende Stimme von Elvis Perkins. Schön.

Elvis Perkins in Dearland

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Medienwandel – getting mobile

gerade macht ja dieses beeindruckende Foto vom Petersplatz vom letzten Mittwoch im Vergleich zur Wahl Ratzingers auf Facebook und sonstwo die Runde, das zeigt, wie sich unser Leben in nur 8 Jahren gewandelt hat und wie alltäglich und omnipräsent mobile Endgeräte geworden sind:

2013_Papstwahl

Und da fiel mir doch dieses schöne Bild wieder ein, das das alles schon vor ein paar Jahren thematisiert hat:

Concert-Hands-Evolution-From-the-1960s-to-2010

Update: Das Foto oben ist „gefälscht“.

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